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	<title>Gerhard Alexander's Weblog</title>
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		<title>Der Anfang</title>
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		<pubDate>Mon, 05 Nov 2007 14:55:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>gerhardalexander</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Welt
In den letzten zweieinhalb  Jahrtausenden hatten die Menschen die Erde in ein Paradies verwandelt. Umweltverschmutzung, Kriminalität, Hass und Niedertracht gehörten der Vergangenheit an. Jeder hatte genug für den täglichen Bedarf. Luxusgüter gab es keine, dann Geld war mit der letzten aller Währungsreformen abgeschafft worden. Man ging bevorzugt zu Fuß. Dort wo in Vorzeiten [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=gerhardalexander.wordpress.com&blog=2058946&post=4&subd=gerhardalexander&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><strong>Die Welt</strong></p>
<p>In den letzten zweieinhalb  Jahrtausenden hatten die Menschen die Erde in ein Paradies verwandelt. Umweltverschmutzung, Kriminalität, Hass und Niedertracht gehörten der Vergangenheit an. Jeder hatte genug für den täglichen Bedarf. Luxusgüter gab es keine, dann Geld war mit der letzten aller Währungsreformen abgeschafft worden. Man ging bevorzugt zu Fuß. Dort wo in Vorzeiten Verkehrswege waren erblühten nun prächtige Gärten. Der Güterverkehr war automatisiert und unter die Erde verbannt worden.Sich zu bescheiden, zu bilden und seinen Mitmenschen dienlich zu sein war erklärtes Ziel der Gemeinschaft aller, und damit auch jedes einzelnen, der sich stets als Teil des gesamten empfand.</p>
<p>Im gleichen Maß, in dem die Not schwand, schwand der Glaube.  Die letzten Vertreter der Kirchen und Glaubensgemeinschaften waren lebende Fossilien, die nur in seltenen Fällen, die Glückseligkeit der Gemeinschaft störten, indem sie Lasterhaftigkeit und Bequemlichkeit anprangerten und zu einem einfachen Leben aufriefen.</p>
<p>Viele Glaubensgemeinschaften wurden in der Öffentlichkeit als verschrobene Bewahrer eines uralten längst verstaubten Wissens um die menschliche Herkunft, menschliche Schwächen mit einem merkwürdigen Sendungsbewusstsein wahrgenommen.</p>
<p><strong>Dominik</strong></p>
<p>Es war ein herrlicher Tag. Ein Tag, vom Herrn für Ihn gemacht. Einen Grashalm zwischen den Zähnen sinnierte er über Sinn und Unsinn von von Geschmacksverstärkern in chinesischem Essen nach. Er verlor sich gedanklich in den Erbaulichkeiten guter Küche und wurde durch ein flaues Gefühl im Magen daran erinnert, dass Essenszeit war und er Wein aus dem Keller ins Refektorium tragen wollte.</p>
<p>Pater Dominik wickelte sich aus den wärmenden Sonnenstrahlen aus, zog seine Sandalen an und trottete zum Keller. Er wählte 2 Flaschen guten Weins und machte sich mit deutlich größerem Eifer auf zum Refektorium.</p>
<p>Dort angekommen öffnete er eine Flasche, schenke seinen Brüdern voll ein und setzte sich an die schmale Seite des Tisches. Er brach, wie immer, das Brot und verteilte den besten Schinken und das schmackhafteste Sauerkraut, das dieses Kloster je gesehen hatte.</p>
<p>Das Kloster hatte schon bessere Zeiten gesehen. Pater Dominik war der letzte Neuzugang im Kloster und seit Dominiks Beitritt waren bereits sieben Jahre vergangen. In diesen Jahren waren neun der vierzehn Brüder gestorben. Dominik und seine verbliebenen vier Brüder wirkten an der langen Tafel des Refektoriums verloren. Es war einen Frage der Zeit, wann er sein Essen würde alleine genießen müssen. Der nach Dominik Jüngste , Bruder Albert, hatte vor zwei Monaten seinen achtundsiebzigsten Geburtstag gefeiert.</p>
<p>Wenn Gott es so wollte, dann würde er als letzter seines Ordens die Gebete sprechen und seinen Dienst an der Menschheit verrichten, falls seine Dienste benötigt würden.</p>
<p>So lange würde er mit seinen Brüdern Schätze aus vergangenen Zeiten bewahren. Das Benediktinierkloster barg eine der größten Bibliotheken jener Zeit. Offiziell nannte das Kloster mehr als 100 gebunde Bücher und mehrere 1000 handgeschriebene Einzelblätter sein eigen.</p>
<p>Seit den Bücherverbrennungen, die mit dem Aufbau der Gemeinschaft einhergingen wurde ausschließlich digital gespeichert. Die Verbrennungen wurden als ein Akt der Reinigung von einer selbstsüchtigen und gewalttätigen Vergangenheit betrachtet und das verunreinigte Wissen der Vorfahren als gefährlich.</p>
<p>Dies hinderte Dominik  jedoch nicht daran in den Kellern des Klosters in alten Folianten zu stöbern und längst Vergessene Werke der einstigen Weltliteratur zu verschlingen. Frühere Generationen von Mönchen hatten mit viel Geduld und Ausdauer alle Schriftstücke, derer sie habhaft werden konnten, gesammelt, um diese für spätere Zeiten zu erhalten.</p>
<p>Darunter waren bedeutende geistliche Werke, wie auch Schriften der Alltags oder Trivialliteratur. Die geheimen Studien der Mönche galten erbaulichen geistlichen Inhalten, wohingegen einige der Klosterbewohner in unbeobachteten Momenten zu unterhaltsamerer Literatur griffen. Wobei ungeachtet der unterhaltsamen Natur dieser Werke erstaunlich viel über Brutalität und primitive Wesenszüge früherer Generationen berichtet wurde. Es hab ganze Roman Serien, die sich mit Kriegen, der Eroberung des Weltalls und der Geisterwelt beschäftigten, und in mehreren Tausend Folgen erschienen.</p>
<p>Eine dieser Serien verschlang Dominik gerade zu. Wenn immer er Zeit hatte, und die hatte er eigentlich nur auf besonders stillen Örtchen, weil sein Leben dem Glauben und der Hingabe an den Herrn gewidmet war, stellte er sich vor der Held dieser Serie zu sein. Unglaubliche Abenteuer waren zu bestehen und größte Hindernisse zu überwinden. Dominik war erstaunt über seiner  Hingabe an diese brutale, so weit von seiner eigenen Existenz entfernten Welt.</p>
<p>Er war kein Vorzeige-Benediktiner, von denen außer der &#8222;Stabilitas&#8220; ein klösterlicher Lebenswandel und Gehorsam erwartet wurde. Einen klösterlichen Lebenswandel zu führen schreckte Ihn nicht, vor allem, wenn Pater Phllipus kochte, die Beständigkeit in der Gemeinschaft wollte er gerne Pflegen, nur Gehorsam war für Dominik eine schwere Übung.  Die schwerste aller Übungen kam auf Ihn in der Fastenzeit zu. Hilflos muste er jedes Jahr zusehen, wie sein über das Jahr weg aufgebauter Waschbärbauch zu schmelzen begann.</p>
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